Mittwoch, 24. Dezember 2008

Emerging Christmas !?


… es ist was im Busch zur Zeit … hier passiert grad was wirklich weihnachtliches … the spirit of christmas is emerging … denn die Weisen aus dem Morgen- und Abendland sind auf dem Weg zu dir. Sie suchen in dir und bei dir nach Weihnachten, weil sie Weihnachten vermissen.Was soll das heißen? Ich habe in den letzten Tagen und Wochen ein paar wirklich spannende Statements aufgesammelt, die mehr sind als die bereits vielfach festgestellte Respiritualisierung unserer Gesellschaft.


1. Zwei Philosophen, die erst mal nicht mit Kirche in Verbindung gebracht werden würden (Richard Rorty und Gianni Vattimo), machen sich Gedanken über die Zukunft von Gesellschhaft und Religion. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass sich eine neue menschliche Ethik an 1.Korinther 13, dem Hohen Lied der Liebe, orientieren muss. Hier gibt-s das lesenswerte Buch


2. Einer der angesehensten Zukunftsforscher in Deutschland (Horst W. Opaschowski) leitet eine Umfrage dazu, was den Deutschen heilig ist. Das Ergebnis: 1. Platz: die Famile; letzter Platz: Die Kirche. Das war zu erwarten. Interessant ist aber, dass er gleichzeitig zu dem Ergebnis kommt, dass die Kirche die einzige Institution ist, die durch ihre Wertevermittlung gesellschaftlichen Kitt produziert. Deshalb appeliert er: “Es muss daher ein fundamentales Interesse von Gesellschaft und Politik sein, dass Religion auch im traditionellen Sinne weiter gepflegt und im Alltag gelebt wird, damit die Humanität nicht verkümmert oder stirbt.“ Die Studie gibt-s hier


3. Axel Honneth, ein deutscher Sozialphilosoph, fordert in einer Diskussionsveranstaltung eine neue Form von Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Anstatt einer reinen Veteilungsgerechtigkeit, die vom Staat organisiert wird, entwickelt er einen Begriff von Gerechtigkeit, der die Beziehungen der Beteiligten mit einbezieht. Die Basis dieser Beziehung soll die “Anerkennung”, das vorurteilsfreie “Ansehen” des Anderen sein. Außerdem fordert er, dass die Erkenntnisse sozialer Gruppen und der Kirchen mit in die philosophische Theoriebildung einbezogen werden. In diesem Anliegen wird er von Jürgen Habermas unterstützt. Der Gedanke des “angesehen werdens” erinnert mich an den aaronitiscen Segen aus 4. Mose 6,24, in dem der Segen aus dem “Ansehen” besteht. (Beides aus der SZ der beiden letzten Wochen - die Artikel sind leider nicht online)


Die Weisen suchen nach Weihnachten! In der Gesellschaft taucht ein Fragen nach dem Geist von Weihnachten auf! Da könnten wir jetzt sagen: Haha, wir haben es ja immer gewußt, kommse rein, wir haben hier Weihnachten. Aber so einfach ist es nicht! Es sind die Weisen, die fragen. Die kennen die alte Version unserer Antworten schon ganz gut selbst. Bildlich gesprochen würde ich sagen: Emerging Christmas bedeutet, sich mit den Weisen und ner guten Flasche Rotwein unter den politisch korrekten Tannenbaum mit Wurzelballen zu hocken und darüber zu reden, was Weihnachten heute sein könnte: Die Fragen nach Liebe, gesellschaftlichem Zusammenhalt, Ansehen der Person und Gerechtigkeit haben wir gemeinsam … UND: die Weisen kommen und wollen mit uns zu reden und von uns zu hören … das ist echt schon ziehmlich weihnachtlich …

Mittwoch, 14. Mai 2008

Israel und der Konflikt im Nahen Osten werden 60

Als Teeny war ich ein linksbewegter Jungspund, der mit Palästinensertuch auf Friedensdemos ging – klar gegen die USA und naja, zumindest nicht Israelfreundlich. Als charismatisch orientierter Theologiestudent war ich begeistert davon, dass mit der Entstehung des Staates Israel einige biblische Verheißungen wahr geworden sind und betrachtete das als Beginn der heißen Phase der Endzeit.

Heute lese ich meine Zeitung und stelle fest, dass beide Haltungen Schrott sind. Gerne hätte ich einfache Antworten auf beklemmende Probleme. Denke manchmal es wäre gut, wenn jemand einfach draufhaut und klare Verhältnisse schafft.
Aber irgendwie scheint es so zu sein, dass das Leben mich mit seiner Komplexität nicht einfach ärgern will. Sondern es verlangt von mir, dass ich es bewusst angehe und aufmerksam lebe – im Großen wie im Kleinen. Oft nervt mich diese Überkomplexität, die mir da ins Haus steht. Vereinfachungen nerven mich auch.

Also: Herzlichen Glückwunsch an das jüdische Volk! Und die Forderung, den ehemaligen Bewohnern ihres Landes auch einen eigenen Staat zu ermöglichen – und zwar einen gescheiten, den sie dann auch irgendwann feiern können – aber nicht erst in 60 Jahren.

Montag, 12. Mai 2008

Mit 100 Euro die Welt retten?

Gestern im Gottesdienst wurde ein indischer Pastor gefragt, was er machen würde, wenn er 100 Euro geschenkt bekäme. Ich dachte: Was für eine alberne Frage. Mit 100 Euro kann man ja fast nichts machen.
Dann zählte er drei Dinge auf, die sie in ihrem indischen Hilfswerk mit 100 Euro machen könnten. Sie könnten davon 1. einen Tag einer Wochenendfreizeit bezahlen, die sie regelmäßig 80-100 Teenagern ermöglichen, die so etwas sonst nie erleben 2. einem Kind ein Jahr lang die Schule bezahlen oder 3. einer an Aids erkrankten Frau, der sie aktuell helfen, das Essen für ein Jahr bezahlen. Tja …

Samstag, 10. Mai 2008

Downloads Christival Seminar

Hallo liebe Teilnehmende an meinem Christival-Seminar "Wie wir in Zukunft Jugendarbeit machen (müsen)". Hier ist nun endlich der Download für das Skript und die PPT. Einfach dem link folgen und und los geht-s.

Donnerstag, 8. Mai 2008

Das war der Kirche21 Thinktank

Ist schon ein paar Tage her jetzt der Thinktank, weswegen es höchste Zeit wird, endlich ein paar Einblicke in das zu geben, was am 29.04. in der Jugendkirche Hannover los gewesen ist.

Beim ersten Treffen des Leitungsteam für 2009 haben wir beschlossen, dass es für die Vorbereitung des K21 Events und die weitere inhaltliche Ausrichtung von K21 einen Thinktank geben soll, in dem die Freiheit besteht, alles zu denken und zu sagen, was für K21 relevant sein könnte. Dazu haben wir ergänzend zum Leitungsteam noch ca. 10 weitere Leute eingeladen. In der Woche davor hagelte es leider noch ne Menge Absagen, aber das schmälerte die Diskussionsfreude nicht. Wir waren 8 Leute und haben massenhaft interessante Themen angeschnitten. Hier eine Sammlung von Fragen/ Themen, mit denen wir uns beschäftigt haben:

Was würde theologisch passieren, wenn man den Gedanken, dass Gott ein unendlich liebender Gott ist, konsequent zu Ende denkt? Sind Themen wie Hölle und Sünde dann neu zu bewerten? Wie kann das System von Gericht und Bestrafung/Belohnung anders gedacht werden?

Wie kommen wir von einer Fokussierung auf die Erlösung des Einzelnen zu einer Perspektive des Reiches Gottes, die auf die Erlösung der Welt zielt?

Wie muss die Fokussierung auf einen individualisierten Sündenbegriff um die Tatsache struktureller/ politischer Sünde erweitert werden?

Wie lassen sich theologische Weite und eine klare Identität zusammen denken?

Was heißt das konkret „Bei Gott eintauchen und bei den Menschen auftauchen“?

Wie wird Christsein authentisch? Dadurch, dass man tut, was man sagt, oder dadurch, dass man suchend und tastend und auch verfehlend versucht, Jesus nachzufolgen?

Wie weit muss sich (missionales) Christsein auf die Kultur einlassen und wo muss es sich bewusst gegen die Kultur stellen?

Was bedeutet es, dass wir jemanden nachfolgen, der „sich inkarniert hat“. Also als Mensch aus Fleisch und Blut mitten auf dieser Erde lebte.

Wie kann man eine „sexfriendly church“ schaffen?

Worauf zielt Mission – Conversion or Conversation?

Wo verlaufen die Grenzen zwischen Christ und Nichtchrist – haben diese Grenzen Auswirkungen auf die Gestaltung der Gemeinschaft? Wie kann man eine nicht ausgrenzende Gemeinschaft schaffen?

Wie sieht ein spiritueller Alltag aus? „Everything is spiritual!“ – was bedeutet das?

Gibt es einen berechtigten und relevanten Unterschied zwischen dem Jesus der Evangelien und dem der Briefe?

Es ist unmöglich, die einzelnen Diskussionen hier darzustellen, aber diese Fragen sollen schon mal als Anregung dienen.
Wir fanden es sehr gut, diesen Tag und den freien Raum zur Diskussion zu haben und möchten das unbedingt wiederholen. Außerdem gehen Gedanken in die Richtung einer lokalen Vernetzung von Leuten, die an solchen Debatten interessiert sind. Cool war außerdem, dass Daniel Ehniss von emergent-deutschland dabei war und wir festgestellt haben, dass wir an ähnlichen Fragen dran sind … mal sehen, ob da in Zukunft was zusammen geht.

Was auf jeden Fall weiter geht, ist der Dialog … bitte mitmachen !

Mittwoch, 7. Mai 2008

In der EKD wird die Erwachsenentaufe trendy

Wer hätte das gedacht? In der Evangelischen Kirche lassen sich immer mehr Menschen als Erwachsene taufen. Und: Immer mehr Erwachsene lassen ihre Kinder nach der Geburt „nur“ segnen, anstatt sie taufen zu lassen. Ein spannendes Zeichen dafür, dass die konfessionelle Landschaft weiterhin dreifach in Bewegung ist:
1. Aufeinander zu
2. Durcheinander sich vermischend und Grenzen abbauend (sehr viele kennen und verstehen die Grenzen sowieso nicht!)
3. Immer noch abgrenzend

Letztes Jahr wurde die Magdeburger Erklärung zur gegenseitigen Taufanerkennung von 12 evangelischen Kirchen ohne die Baptisten unterschrieben. Mal sehen, was in dieser Frage noch alles passiert. Ich halte es für theologisch interessant, dass sich zum einen die Baptisten damit beschäftigen, die Aufnahme von als Kind getauften Christen in ihre Gemeinden zu vereinfachen und die EKD merkt, dass die Überzeugungskraft des Modells Kindertaufe nachlässt. Vielleicht liegt die Wahrheit auch einfach in der Mitte oder da, wo Taufe geschieht: An einem konkreten Ort in einer konkreten Gemeinschaft!?

Ein paar Zahlen zum neuen evangelischen Trend:
Taufen 2006: 189.385 Kinder, 23.692 Erwachsene Taufen gehen stärker zurück als die Bevölkerung: Taufen: - 30 %, Geburten: -27,2 %
Erwachsenentaufen sind im Osten eher angesagt, als im Westen: 8,9 % Westen, 18,9 % Osten (Zahlen von 2003).

Quellen/ Kommentare: Die EKD Nachricht, die Idea-Nachricht, Orientierungshilfe der EKD

Dienstag, 6. Mai 2008

Christival Nachlese // Seminar: Wie wir in Zukunft Jugendarbeit machen (müssen)

Allmählich bin ich wieder etwas wach, versuche in den Alltag reinzufinden und blicke leicht wehmütig zurück.

Das Christival war ein wirklich schönes, fröhliches, sonniges Glaubensfestival. Die knappen 2,5 Tage, die ich da war, habe ich genossen. Habe mir ein paar Leckerbissen aus dem Programm gepickt und ansonsten mit vielen Leuten hier und da gequatscht.
Bin mal gespannt, was man in einem Jahr sagen wird. War es eine prägende Veranstaltung, sind wichtige Impulse davon ausgegangen, oder werden sich alle an die Debatten davor und die Gegendemos erinnern? Was für mich bleibt, ist ein lebendiges tolles Fest. Ob tiefer gehende Impulse bleiben, könnte ich nur dann sagen, wenn ich komplett und intensiver dabei gewesen wäre.
Habe allerdings festgestellt, dass mir zwei Sachen gefehlt haben: Ein Programm, dass speziell auf Junge und Ältere Erwachsene ausgerichtet ist und ein bewusstes Herangehen an kontroverse Themen. Da hatte ich beim überfliegen der Seminartitel eher den Eindruck, dass weniger die Kontroverse als eine klare Antwort gesucht wurde.
Wer mal sehen will, wie Teile der Presse über das Christival denken kann z.B. mal bei der TAZ, dem Weser-Kurier oder beim Spiegel reinschauen. Hier (nochmal TAZ) wurde auch ordentlich diskutiert.

Mein Seminar: Ich habe zum Thema „Wie wir in Zukunft Jugendarbeit machen (müssen)“ ein Seminar angeboten, zu dem gut 400-450 Leute da waren. Den Teilnehmenden und denen, die sich an der Umfrage davor beteiligt haben, habe ich versprochen, dass ich das Skript und die PPT hier zum Download einstellen werde. Das werde ich auch machen und noch den ein oder anderen Link dazu packen. Wenn du jetzt hier reinklickst und noch nichts findest: Bis Freitag werde ich es einstellen – versprochen! Habe mal für die dran einen Artikel geschrieben, der in ne ähnliche Richtung geht. Als Appetitanreger kann man den hier auf dem blog lesen.

Donnerstag, 10. April 2008

Danke London-Paris-San Francisco // Sport war gestern

Ich liebe Sport, habe selbst 7 Jahre Fussball im Verein gespielt und setze auch jetzt noch ab und zu meine Vorsätze zu mehr Sport als Sportschau um. Was ich in der Öffentlichkeit an Sport sehe, vertreibt mir allmählich die Lust: Doping, Spielmanipulation, Geld.

Seit die großen Sportveranstaltungen wie WM und Olympia nicht mehr in staatlicher Obhut sind, sind sie vollkommen kommerzialisiert worden und werden verkauft. Die hehren Ziele oder Werte sind beerdigt.
Vielleicht war es auch einfach naiv, noch daran zu glauben, dass der Geist Olympias die Situation in China positiv beeinflussen könnte – ganz zu schweigen von der naiven Annahme, dass es den Funktionären um was anderes als Geld und Macht ginge. Es macht mich einfach nur noch stinksauer, mitansehen zu müssen, wie die Funktionäre und China agieren. Sie ziehen durch ohne Rücksicht auf Verluste und gewinnen dabei jede Menge Geld. Zumindest solange wir Konsumenten keinen ernsthaften Produktboykott chinesischer Waren etablieren (take action here). Naja, wieder mehr Realität für-s Leben gelernt.

Deshalb bin ich unglaublich froh, dass es genügend Leute in London, Paris und San Francisco gibt, die Zeit und Kraft opfern, um die Ungerechtigkeit Chinas weiter anzuprangern und dafür zu sorgen, dass das Thema in der Öffentlichkeit bleibt – wer weiß, vielleicht ist die Sache mit dem Fackellauf, die Möglichkeit den Protest kontinuierlich zu organisieren – wenn schon kein Lauf der geheuchelten Harmonie, dann doch wenigstens einer des Protestes und er Solidarität mit Tibet!

Selber Solidarität mit Tibet bekunden, kann man hier und hier.

Montag, 31. März 2008

Tibet // Leipzig // Peking // Hoffnung


Heute treffen zwei Ereignisse aufeinander, die mich umtreiben aber auch hoffen lassen.

1. wird heute Christian Führer pensioniert. Er ist der Pfarrer der die Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche anfing aus denen letztlich die Leipziger Montagsdemos hervorgingen. Diese wiederum waren einer der Hauptgründe dafür, dass am 09.10.1989 die Mauer zwischen den beiden Teilen Deutschlands fiel.

2. treffen heute der weltweite Aktionstag für Tibet und die Zeremonie zum Start des Fackellaufs des olympischen Feuers auf dem Platz des himmlischen Friedens (oder des Massakers von 1989 an hunderten Chinesen, die für ein demokratisches China demonstriert hatten) zusammen. Der Fackellauf wird in China „Reise der Harmonie“ genannt und soll trotz Protesten auch auf den tibetischen Gipfel des Mount Everest führen. Was sonst in Tibet passiert, brauche ich wohl nicht auszuführen.

Die Geschichte der Friedensgebete in Leipzig motiviert mich dazu, meine Stimme zu erheben und mich auch an politischen Meinungsbildungsprozessen oder Aktionen zu beteiligen.
Deshalb auch dieser Post, mit der Bitte hier deine Stimme für Tibet zu erheben.

Hier steht mehr über die Hintergründe des weltweiten Tibet-Aktionstages 31.03.2008.
Hier steht ein Artikel über die Geschichte von Christian Führer und dem Mauerfall.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht wir, wer dann?

Sonntag, 30. März 2008

iConsum // Nokia // Superwurst // Olympiaboykott


Im Magazin der Süddeutschen Zeitung vom 28.03. wird der Fachmann für Ethik des Alltags Dr. Dr. Rainer Erlinger gefragt, ob es ethisch korrekt sei, sich noch ein Nokia Handy zu kaufen?
Die Antwort ist ganz unabhängig von der Nokia-Geschichte eine, die mich neu über mein Konsumverhalten und seine politische und meinungsbildende Kraft nachdenken lässt. R. Erlinger erinnert ganz grundsätzlich daran, dass jede Kaufentscheidung auch eine Entscheidung für den Hintergrund des gekauften Produktes ist. Ich unterstütze die Hersteller, die Art der Herstellung, die Händler und letztlich auch alle damit zusammenhängenden oder dahinter stehenden Überzeugungen, Werte und Systeme.

Wenn ich die Kaufentscheidungen dieses recht konsumfreudigen Wochenendes anschaue, ergibt sich ein sehr uneinheitliches und nicht sehr korrektes Bild. Also: Was unterstütze ich indirekt:
Mellis IPod Nano: Patent in den USA, hergestellt in China: Kultureller Völkermord in Tibet! Sehr langer Transportweg = Klimakiller und fragliche Herstellungsbedingungen. Wie korrekt ist Apple?
2 Shirts von H&M made in Bangladesh: Eins der ärmsten Länder der Welt, evtl. Kinderarbeit bzw. fragliche Herstellungsbedingungen, sehr langer Transportweg
2 Brote von Backbord, der Bio-Mühlenbäckerei, total gesund, schmackhaft, ohne Gentechnik, lokal – die Empfehlung für alle im Ruhrgebiet
Wurstaufschnitt vom bayrischen Metzger, gut, aber langer Transportweg
4 x Superwurst (rettet die Welt), die lustigste, gesündeste und ökologisch korekteste Wurst der Welt – sie ist sogar das erste klimaneutral hergestellt Bratwurst der Welt!
3 Dekoartikel von Ikea ohne Herkunftsbeschreibung – höchst wahrscheinlich aus dem Ostblock oder der „dritten Welt“, bestimmt langer Transport und fragliche Herstellungsbedingungen
Das sind mal die wichtigsten Sachen bis auf einige weitere Lebensmittel aus dem Bio-Kaufhaus und von Penny.

Alles in allem sehr durchwachsen und teilweise sehr zweifelhaft. Ich finde es echt schwierig, z.B. zu wissen, dass fast alles bei H&M und Ikea aus „Drittwelt-Ländern“ kommt. Andererseits sind die Sache oft stylisch und fast immer günstig. Will ich unstylisch sein und mehr dafür ausgeben? Schwieriges Terrain, großes Lernfeld, bin auf dem Weg.

Ach ja, und der Olympiaboykott? Es gibt wohl niemanden, der das Vorgehen Chinas in Tibet unterstützt und nur wenige, die einen Olympiaboykott strategisch sinnvoll finden. Soweit o.k. Krass aber, dass wir alle China nicht wirtschaftlich boykottieren. Der Sport nicht, weil Olympia eine Gelddruckmaschine ist; die Politik nicht, weil keiner den Zug in Asien verpassen will und ich nicht, weil ich mich noch zu sehr an mein Konsumverhalten gewöhnt habe. China wird sich freuen!
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Das Ende der Apartheid in Südafrika wurde auch dadurch befördert, das viele Europäer Obst aus Südafrika boykottierten.

Dienstag, 25. März 2008

Dienst an den Ärmsten - God happens!

Habe heute einen wirklich guten Podcast mit Shane Claiborne im Auto gehört (hier downloaden). Seine Vorbilder sind unter anderem Mutter Theresa, Martin Luther King und Dorothy Day, die katholische, in freiwilliger Armut lebende Aktivistin, die sich für Arme, Arbeitslose und die Rechte von ArbeiterInnen in New York engagierte. Melli hat mir gleich ein Buch von Dorothee Sölle in die Hand gedrückt (Mutanfälle), in dem sie von ihrer Begegnung mit Dorothy Day berichtet. Hier einige Zitate und Ansichten von Dorothy Day.

D. Sölle über D. Day: „Zwei Themen haben sich in ihrem Leben herauskristallisiert: Armut und Pazifismus, Themen, die auch die wichtigsten Kriterien der ursprünglichen Jesusbewegung sind. Anders gesagt: Sie sieht das Leben miteinander von zwei zerstörerischen Mächten bedroht: Geld und Gewalt. Beide sind eng miteinander verbunden: Je mehr Besitz bestimmte Gruppen in einer Gesellschaft anhäufen, umso notwendiger müssen sie diese Privilegien mit Waffengewalt beschützen und verteidigen.“

D. Day: „Wir müssen sein, was wir von den anderen erwarten.“

D. Sölle „Freiwillige Armut … ist der Verzicht auf persönlichen Besitz an materiellen wir immateriellen Gütern. Den materiellen und geistigen Besitz mit anderen zu teilen und v.a. das wertvollste zu teilen, unsere Zeit, das gehört zu dem mystischen Verständnis von Armut; eine äußerst klare, Praxis gewordene Mystik.“

D. Day: „Es ist eine Glückserfahrung, die Armen zu bedienen und selber arm zu sein.“

D. Sölle richtet sich gegen die Ansicht, dass Systeme, die Armut oder Reichtum hervorbringen, schicksalhaft sind und eben akzeptiert werden müssen (ein neuer Mythos?). Das anzustrebende Ideal ist für sie aber auch nicht der Reichtum für alle, sondern als Erfüllung der Verheißung des Lebens in Fülle das Leben der „kleinen Leute, der Kinder und Frauen.“

D. Day: Wir versuchen „die neue Gesellschaft in der Schale der alten aufzubauen.“

D. Sölle „Arbeit wird hier nicht, wie so oft im Protestantismus, als Strafe für den Sündenfall aufgefasst, sondern als das, was uns ein Bild und Gleichnis des Schöpfers sein lässt.“

Über Dorothy Day sagte man bei ihrer Beerdigung: „Sie speiste die Hungrigen, tröstete die Betrübten und verunsicherte die im Wohlstand lebenden. Sie kleidete die Nackten und denunzierte das Unrecht und den Skandal des Wettrüstens.“ Sehr interessant dazu Mt 25,31-46 zu lesen.

D. Day: „Der ganze Weg zum Himmel ist Himmel, schon jetzt.“

Montag, 24. März 2008

Ostern - Auferweckung // Tibet – Aufstand // Christen - Politik?

Ich habe Ostern dieses Jahr nicht so besonders gut feiern können. Die Gleichzeitigkeit von Ostern und der Situation in Tibet hat mich sehr umgetrieben ... v.a. hat mir das Zusammentreffen dieser beiden Situationen eine Frage beschert, an der ich immer wieder vorbei komme: Sollten Christen sich politisch engagieren?

Ostern? An Ostern feiern Christen weltweit Tod und Auferweckung Jesu Christi. Der Tod Jesu wird gemeinhin als stellvertretendes Opfer des schuldlosen Menschen- und Gottessohnes zur Vergebung unserer Schuld interpretiert. Die Auferstehung als Überwindung des Todes an sich und gleichzeitig Verheißung eines ewigen Lebens für die Gläubigen. Absoluter Kernbestand des christlichen Glaubens. Kein Wunder ist Ostern DER Feiertag der Christen.

Tibet? Das tibetische Volk wird seit Jahrzehnten von China unterdrückt, sein Land besetzt und seine Jahrtausende alte Kultur nach und nach gezielt zerstört. Vor unseren Augen bzw. obwohl die Weltöffentlichkeit nach der fast kompletten Abschottung Tibets noch einiges über das Vorgehen Chinas erfährt, erobert ein diktatorisches, raffgieriges und vor Waffengewalt strotzendes Land ein anderes Land, dessen höchster Vertreter sich aus religiösen Gründen zur vollkommenen Gewaltlosigkeit bekennt.

Ich und Tibet? Das Schicksal Tibets bewegt mich. Ich war bereits mehrfach in Asien und habe die Menschen dort als sehr fröhlich, freundlich und friedlich erlebt. Ich liebe den Himalaya und Melli und ich träumen seit längerem davon, einmal nach Nepal oder sogar Tibet zu reisen. Und dann kommt China und provoziert das tibetische Volk so lange (Info hier und hier), bis einzelne und dann immer mehr Tibeter gewaltsam werden … den Rest kennen wir aus den Nachrichten.

Christen? Das Christsein, das mir aus meiner Biographie und meinem bisherigen Umfeld besonders bekannt ist, beschäftigt sich stark mit der Erlösung des Einzelnen; also der Frage, wie ein einzelner Mensch eine Beziehung zu Gott haben kann, obwohl er schuldbehaftet ist und wie er ein ewiges Leben bei Gott haben kann (also den Qualen einer befürchteten Hölle entgehen kann). Die persönliche Ethik steht hoch im Kurs.

Politik? Politik wird oft als ein Bereich angesehen, für den Christen nicht zuständig sind. Die sinnvolle Trennung von Kirche und Staat wird dabei nicht selten mit einer Trennung von persönlichem Christsein und „der bösen Welt“ gleich gesetzt. Für den Glauben ist man zuständig, aber die Politik ist nicht das Ding der Christen.

Das denke ich nicht mehr. Wenn wir mit dem Vater Unser darum beten, dass Gottes Reich kommen möge, dann ist damit mehr gemeint, als das persönliche Heil einer gewissen Anzahl von Menschen, sondern die Veränderung der Verhältnisse im Sinne Gottes. Wir leben in ungerechten Verhältnissen und wir fördern sie durch unser Verhalten (z.B. Einkaufen). Wir wissen um die nachhaltige Zerstörung der Schöpfung und fördern sie. Wir wissen um die Situation in Tibet und …

Auferstehung/ Aufstand? Gemeinhin wird Jesus als nicht besonders politisch angesehen. Er ist in den Augen vieler nur für die Religion zuständig. Allerdings: Religion und Politik hingen zu seiner (und der alttestamentlichen) Zeit sehr eng zusammen. Wenn Jesus die Steinigung einer Ehebrecherin mit ethisch-religiösen Argumenten verhindert, steht er damit für die Abschaffung der Todesstrafe ein. Wenn er einen Steuerhinterzieher zu einem Helfer der Armen macht, steht er für Gerechtigkeit ein. Die Bergpredigt ist zwar kein politisches Programm, aber einer Politik ohne die Bergpredigt fehlt etwas.

Ich denke, dass wir als Christen dann glaubwürdig sind, wenn wir uns auch politisch engagieren. Und wenn wir mit dem Vater unser für die Veränderung der Verhältnisse beten, dann müssen wir uns auch dafür einsetzen. Jemand anderes als uns hat Gott dafür nicht!

Infos über Tibet gibt es hier. Eine Möglichkeit die Stimme zu erheben hier.

Sonntag, 16. März 2008

Confessions of a postmodern mind

Ich hab schon länger das Gefühl, dass irgendwas anders ist als früher. Eigentlich auch nicht irgendwas, sondern alles: Die Welt, die Gesellschaft, die Christen, meine Generation, ich - wir alle sind anders. Anders als Generationen vor uns. Anders als Christen vor 20, vor 50 Jahren. Vieles fühlt sich nicht mehr passend an. Wir hören Predigten, stoßen auf Formen, die uns seltsam unberührt lassen oder unseren Glauben einengen statt beflügeln. Wir spüren diese starke Sehnsucht nach Gott und echter Gemeinschaft, aber sie ist eine andere, als die unserer Eltern. Wir nehmen die Welt anders wahr, interessieren uns neu für die Gesellschaft. Was ist los mit uns? Nach einigem Nachdenken, lesen und reden hier eine Spurensuche unserer Generation und ein paar Gedanken dazu, wie wir unseren Glauben leben werden, wie wir die Zukunft der Kirche gestalten werden.

Unsere Familien sind anders
Wir kommen nicht mehr alle aus einer behüteten Zwei-Eltern-Familie. Wir kennen zwar alles, was man sich an Patchwork vorstellen kann, aber sehnen uns nach mehr Familie und Heimat.

Unsere Beziehungen laufen anders
Grundsätzlich passiert alles früher -- nur Heiraten viel später. Wochenend- und Fernbeziehungen sind normal. Wir haben viele verschiedene Partner bis zu „dem Einen“. Wilde Ehen, kinderlose Ehen frühe Scheidungen und mehrere Ehen sind nicht ungewöhnlich.

Unsere Ästhetik ist anders
Wir sind MTV-Kids. Bilder sagen mehr als Worte. Wir sind in einer sexualisierten Welt aufgewachsen. Tabus hat's mal gegeben. Wir sind die Zielscheibe von Werbung auf allen Kanälen. Wir wissen, dass alle Werbung lügt und konsumieren trotzdem. Wir wissen, dass das Ideal der Werbung nicht existiert und streben trotzdem danach. Wir sind sinnlich. Ganzheitlichkeit ist Trumpf. Alle Sinne wollen etwas erfahren. Sex gehört dazu. Genießen ist angesagt. Wir hören nur noch die Musik, die uns gefällt - egal ob christlich oder nicht. Worship ist die Ausnahme, aber ich höre ihn in meinem Stil.

Unsere Haltung der Gesellschaft gegenüber ist eine andere
Wir wissen, dass das System verlogen ist und an vielen Stellen versagt, aber begehren nicht mehr dagegen auf. Auch nicht gegen unsere Elterngeneration. Wir akzeptieren die gesellschaftliche Ordnung und versuchen darin unser eigenes Ding zu machen. Wir sind nicht politisch, denn das ist zu stressig. Die wenigen Aktiven werden eher belächelt. Es gibt keine allgemeingültige Meinung zu politischen Themen, auch keine breite Bewegung -- außer für unseren persönlichen Wohlstand und gegen den Irak-Krieg.

Unsere globale Situation ist anders
Wir können alles sehen, hören, wissen, was wir wollen, denn wir leben im Netz. Wir kennen die ganze Welt aus den Medien. Wir haben überall mit anderen Kulturen zu tun, waren schon in x Ländern unterwegs. Fliegen ist so gewöhnlich wie Zug fahren. Wir machen keinen Urlaub, wir reisen. Wir denken international, Englisch ist Weltsprache und McDonald's bietet uns weltweit kulinarische Sicherheit.

Unser Denken ist anders
Pluralismus ist normal und nicht angstbesetzt. Traditionen werden radikal in Frage gestellt, nach ihrer Relevanz bewertet und aussortiert, was nicht paßt. Bibel, Kirche, Theologie, Wahrheit und Ethik gehören dazu. Alles ist relativ. Wahr ist nur, was ich erleben und anfassen kann. Es gibt viele Religionen, die ihren Platz in der Welt haben. Wir können zwar alles wissen, aber irgendwann hat Wissen keinen Reiz mehr. Dann beginnt die neue Suche nach dem, was relevant ist, nach Leben, Sinn, Erfüllung, Transzendenz, denn wir haben gerade keine Werte mehr. Wir wollen gute – zur Not auch alte – Werte zurückerobern und frisch leben.

Unser Lifestyle ist anders
Wir fühlen uns zugehörig, wenn etwas relevant ist. Verbindlichkeit gegenüber Institutionen und Ideologien ist vorbei. Greenpeace hat mehr Autorität als der Papst. Ökoaktivismus erscheint uns geistlicher und wichtiger als viele Gottesdienste. Wir konsumieren ohne Überzeugung: Bio oder fair trade und gleichzeitig Starbucks und Dunkin' Donuts. Wir leben exzessiv und gleichzeitig bewusst: totale Party, Grenzerfahrungen und Müsli nach dem Joggen. Wir sind pragmatisch und sehnen uns gleichzeitig nach Erfüllung, die den Pragmatismus überwindet: Sinn, Ganzheitlichkeit, Klarheit, Überzeugungen. Pragmatismus kann nicht alles sein, aber klare Überzeugungen gibt's auch keine mehr. Die erste Lebenskrise haben wir mit 25, die Quarterlife-Crisis.

Unsere Ziele sind andere
Wir wollen unser Ding machen. Dafür geben wir alles. Wir holen so viel raus wie geht. Erst mal ich und dann die anderen. Für uns nur das Beste. Alles Zweitbeste lassen wir links liegen – auch Gemeinden, wenn sie sich nicht ändern.

Unsere Einstellung zur Arbeit ist anders
Wir hatten endlos viele verschiedene Jobs, seit wir 13 waren. Wir suchen berufliche Erfüllung -- machen aber auch den Job, der uns gerade vor die Füße fällt. Wir sind flexibel, rechnen nicht mehr mit dem Beruf fürs Leben und finden das o.k.

Unser Gottesbild ist anders
Wir haben keine Angst mehr. Wir brauchen nicht von einem negativen Gottesbild befreit zu werden. Gott ist für uns. Gott ist gut, positiv, manchmal harmlos. Wir sehen Gott als Partner und Gegenüber. Der Heilige Geist wird nicht mehr übersehen. Gott ist trinitarisch und damit voll multitaskingfähig. Er ist da, real, nah und fern.

Unser Selbstbild ist anders
Wir stehen im Mittelpunkt. Alle finden uns wichtig – zumindest als Konsumenten. Wir sind egoistisch -- frech geht vor. Wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand. Wir sind selbstbewusst und wollen gesehen werden. Wir fühlen uns von Gott geliebt.

Unsere Weltsicht ist anders
Da draußen ist nicht die böse Welt -- es ist einfach die Welt um uns herum. Wir sind gerne Teil dieser Welt und nicht von ihr getrennt. Wir gehören zur globalen Jugendkultur, sind zeitgeistkompatibel. Viele Ismen sind vorbei: Kommunismus, Humanismus, Materialismus, Atheismus. Übrig sind Kapitalismus, Fundamentalismus, Fatalismus und jede Art von erdverbundener Spiritualität oder Esoterik.

Unsere Art Bibel zu lesen ist anders
Sie ist die große Geschichte Gottes mit den Menschen. Sie legt mich aus -- und weniger ich sie. Sie ist kein Steinbruch für theologische Akrobatiken und keine ethische Gebrauchsanweisung für das Leben.

Unsere Spiritualität ist anders
Wir wollen Spiritualität. In neuen Formen. Wir wollen unser Leben mit anderen gemeinsam leben und gleichzeitig unserer Individualität Ausdruck verleihen. Wir haben keine Berührungsängste gegenüber anderen geistlichen Traditionen. Wir integrieren Spiritualität von außerhalb des Christentums in Formen von Meditation, Sinnlichkeit, Ästhetik, Lifestyle.

Unsere Vorstellung von Kirche ist anders
Wir wollen Kirche gemeinsam gestalten, weiterentwickeln und relevant leben. Diese Kirche ist zeitgemäß, inkarnatorisch, missionarisch, in der Welt, flexibel, gabenorientiert, pragmatisch, ehrlich, ganzheitlich, sinnlich, gastfreundlich, spirituell, neoliturgisch, politisch, diakonisch. Sie braucht keine Hierarchie und auch keine Konfession.

Unsere Glaubensüberzeugungen sind anders
Wir glauben an die Schöpfung und die Evolution. Wir glauben, dass Menschen durch Jesus zu Gott kommen -- und manche auch anders. Wir brauchen keine Hölle, um an den Himmel zu glauben. Und wir brauchen sie auch nicht, um Menschen für Jesus zu begeistern. Wir sind nicht mehr konfessionell. Wer glaubt, wird an seinem Herzen erkannt, nicht an seinem Dogma. Wir denken nicht in Konfessionen, sondern in Bewegungen und Netzwerken. Eine wissenschaftliche, apologetische, verwaltende Theologie ist uns suspekt und wir verzichten auf den Kampf um absolute Wahrheiten.

Wir haben ein großes Problem
Wir wissen, dass vieles mit der Welt und uns ganz grundsätzlich nicht mehr stimmt. Noch haben wir nur eine vage Ahnung, was uns helfen könnte. Die bisherigen Ideologien und Antworten sind verbraucht, Institutionen und Autoritäten unglaubwürdig. Wir fragen uns manchmal, wo Gott ist. Überall? Nirgends? In mir? In allen Religionen? In der Natur? In Jesus! Wir spüren, dass aus seiner Richtung Heilung kommt.

Wir sind jetzt so geworden und brauchen nie wieder in alte Schemata zu passen. In den kommenden Jahren werden wir noch einige Kompromisse zwischen Leben, Denken und Glauben bestehender Generationen aushandeln. Aber es wird nicht mehr lange dauern, bis wir komplett in einer neuen Zeit leben. Diese neue Zeit gilt es zu gestalten! Wir müssen etwas Neues schaffen. Denn dieses Neue gibt es noch nicht. Ein paar Zeichen und Wege sind zu erahnen, aber das sind noch vage Spuren, die wie Fußspuren unter frisch gefallenem Schnee verschwinden. Am Anfang kannst du ihnen noch folgen, aber dann musst du den Weg selber finden ... Es gilt aufzustehen, Neues zu denken, Neues zu entwickeln, die Welt zu erobern!