Dienstag, 25. März 2008

Dienst an den Ärmsten - God happens!

Habe heute einen wirklich guten Podcast mit Shane Claiborne im Auto gehört (hier downloaden). Seine Vorbilder sind unter anderem Mutter Theresa, Martin Luther King und Dorothy Day, die katholische, in freiwilliger Armut lebende Aktivistin, die sich für Arme, Arbeitslose und die Rechte von ArbeiterInnen in New York engagierte. Melli hat mir gleich ein Buch von Dorothee Sölle in die Hand gedrückt (Mutanfälle), in dem sie von ihrer Begegnung mit Dorothy Day berichtet. Hier einige Zitate und Ansichten von Dorothy Day.

D. Sölle über D. Day: „Zwei Themen haben sich in ihrem Leben herauskristallisiert: Armut und Pazifismus, Themen, die auch die wichtigsten Kriterien der ursprünglichen Jesusbewegung sind. Anders gesagt: Sie sieht das Leben miteinander von zwei zerstörerischen Mächten bedroht: Geld und Gewalt. Beide sind eng miteinander verbunden: Je mehr Besitz bestimmte Gruppen in einer Gesellschaft anhäufen, umso notwendiger müssen sie diese Privilegien mit Waffengewalt beschützen und verteidigen.“

D. Day: „Wir müssen sein, was wir von den anderen erwarten.“

D. Sölle „Freiwillige Armut … ist der Verzicht auf persönlichen Besitz an materiellen wir immateriellen Gütern. Den materiellen und geistigen Besitz mit anderen zu teilen und v.a. das wertvollste zu teilen, unsere Zeit, das gehört zu dem mystischen Verständnis von Armut; eine äußerst klare, Praxis gewordene Mystik.“

D. Day: „Es ist eine Glückserfahrung, die Armen zu bedienen und selber arm zu sein.“

D. Sölle richtet sich gegen die Ansicht, dass Systeme, die Armut oder Reichtum hervorbringen, schicksalhaft sind und eben akzeptiert werden müssen (ein neuer Mythos?). Das anzustrebende Ideal ist für sie aber auch nicht der Reichtum für alle, sondern als Erfüllung der Verheißung des Lebens in Fülle das Leben der „kleinen Leute, der Kinder und Frauen.“

D. Day: Wir versuchen „die neue Gesellschaft in der Schale der alten aufzubauen.“

D. Sölle „Arbeit wird hier nicht, wie so oft im Protestantismus, als Strafe für den Sündenfall aufgefasst, sondern als das, was uns ein Bild und Gleichnis des Schöpfers sein lässt.“

Über Dorothy Day sagte man bei ihrer Beerdigung: „Sie speiste die Hungrigen, tröstete die Betrübten und verunsicherte die im Wohlstand lebenden. Sie kleidete die Nackten und denunzierte das Unrecht und den Skandal des Wettrüstens.“ Sehr interessant dazu Mt 25,31-46 zu lesen.

D. Day: „Der ganze Weg zum Himmel ist Himmel, schon jetzt.“

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