Donnerstag, 10. April 2008

Danke London-Paris-San Francisco // Sport war gestern

Ich liebe Sport, habe selbst 7 Jahre Fussball im Verein gespielt und setze auch jetzt noch ab und zu meine Vorsätze zu mehr Sport als Sportschau um. Was ich in der Öffentlichkeit an Sport sehe, vertreibt mir allmählich die Lust: Doping, Spielmanipulation, Geld.

Seit die großen Sportveranstaltungen wie WM und Olympia nicht mehr in staatlicher Obhut sind, sind sie vollkommen kommerzialisiert worden und werden verkauft. Die hehren Ziele oder Werte sind beerdigt.
Vielleicht war es auch einfach naiv, noch daran zu glauben, dass der Geist Olympias die Situation in China positiv beeinflussen könnte – ganz zu schweigen von der naiven Annahme, dass es den Funktionären um was anderes als Geld und Macht ginge. Es macht mich einfach nur noch stinksauer, mitansehen zu müssen, wie die Funktionäre und China agieren. Sie ziehen durch ohne Rücksicht auf Verluste und gewinnen dabei jede Menge Geld. Zumindest solange wir Konsumenten keinen ernsthaften Produktboykott chinesischer Waren etablieren (take action here). Naja, wieder mehr Realität für-s Leben gelernt.

Deshalb bin ich unglaublich froh, dass es genügend Leute in London, Paris und San Francisco gibt, die Zeit und Kraft opfern, um die Ungerechtigkeit Chinas weiter anzuprangern und dafür zu sorgen, dass das Thema in der Öffentlichkeit bleibt – wer weiß, vielleicht ist die Sache mit dem Fackellauf, die Möglichkeit den Protest kontinuierlich zu organisieren – wenn schon kein Lauf der geheuchelten Harmonie, dann doch wenigstens einer des Protestes und er Solidarität mit Tibet!

Selber Solidarität mit Tibet bekunden, kann man hier und hier.

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