Donnerstag, 8. Mai 2008

Das war der Kirche21 Thinktank

Ist schon ein paar Tage her jetzt der Thinktank, weswegen es höchste Zeit wird, endlich ein paar Einblicke in das zu geben, was am 29.04. in der Jugendkirche Hannover los gewesen ist.

Beim ersten Treffen des Leitungsteam für 2009 haben wir beschlossen, dass es für die Vorbereitung des K21 Events und die weitere inhaltliche Ausrichtung von K21 einen Thinktank geben soll, in dem die Freiheit besteht, alles zu denken und zu sagen, was für K21 relevant sein könnte. Dazu haben wir ergänzend zum Leitungsteam noch ca. 10 weitere Leute eingeladen. In der Woche davor hagelte es leider noch ne Menge Absagen, aber das schmälerte die Diskussionsfreude nicht. Wir waren 8 Leute und haben massenhaft interessante Themen angeschnitten. Hier eine Sammlung von Fragen/ Themen, mit denen wir uns beschäftigt haben:

Was würde theologisch passieren, wenn man den Gedanken, dass Gott ein unendlich liebender Gott ist, konsequent zu Ende denkt? Sind Themen wie Hölle und Sünde dann neu zu bewerten? Wie kann das System von Gericht und Bestrafung/Belohnung anders gedacht werden?

Wie kommen wir von einer Fokussierung auf die Erlösung des Einzelnen zu einer Perspektive des Reiches Gottes, die auf die Erlösung der Welt zielt?

Wie muss die Fokussierung auf einen individualisierten Sündenbegriff um die Tatsache struktureller/ politischer Sünde erweitert werden?

Wie lassen sich theologische Weite und eine klare Identität zusammen denken?

Was heißt das konkret „Bei Gott eintauchen und bei den Menschen auftauchen“?

Wie wird Christsein authentisch? Dadurch, dass man tut, was man sagt, oder dadurch, dass man suchend und tastend und auch verfehlend versucht, Jesus nachzufolgen?

Wie weit muss sich (missionales) Christsein auf die Kultur einlassen und wo muss es sich bewusst gegen die Kultur stellen?

Was bedeutet es, dass wir jemanden nachfolgen, der „sich inkarniert hat“. Also als Mensch aus Fleisch und Blut mitten auf dieser Erde lebte.

Wie kann man eine „sexfriendly church“ schaffen?

Worauf zielt Mission – Conversion or Conversation?

Wo verlaufen die Grenzen zwischen Christ und Nichtchrist – haben diese Grenzen Auswirkungen auf die Gestaltung der Gemeinschaft? Wie kann man eine nicht ausgrenzende Gemeinschaft schaffen?

Wie sieht ein spiritueller Alltag aus? „Everything is spiritual!“ – was bedeutet das?

Gibt es einen berechtigten und relevanten Unterschied zwischen dem Jesus der Evangelien und dem der Briefe?

Es ist unmöglich, die einzelnen Diskussionen hier darzustellen, aber diese Fragen sollen schon mal als Anregung dienen.
Wir fanden es sehr gut, diesen Tag und den freien Raum zur Diskussion zu haben und möchten das unbedingt wiederholen. Außerdem gehen Gedanken in die Richtung einer lokalen Vernetzung von Leuten, die an solchen Debatten interessiert sind. Cool war außerdem, dass Daniel Ehniss von emergent-deutschland dabei war und wir festgestellt haben, dass wir an ähnlichen Fragen dran sind … mal sehen, ob da in Zukunft was zusammen geht.

Was auf jeden Fall weiter geht, ist der Dialog … bitte mitmachen !

1 Kommentar:

Matthias hat gesagt…

Wie wäre es, wenn man diese Konzepte mal bis zu Ende durchdenkt. Welche theologischen Folgen hätte dies?

5Mo 4:24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifriger Gott.

Ps 111:10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Das ist eine feine Klugheit, wer darnach tut, des Lob bleibt ewiglich.

Joh 1:17 Denn das Gesetz ist durch Moses gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden.