Mittwoch, 7. Mai 2008

In der EKD wird die Erwachsenentaufe trendy

Wer hätte das gedacht? In der Evangelischen Kirche lassen sich immer mehr Menschen als Erwachsene taufen. Und: Immer mehr Erwachsene lassen ihre Kinder nach der Geburt „nur“ segnen, anstatt sie taufen zu lassen. Ein spannendes Zeichen dafür, dass die konfessionelle Landschaft weiterhin dreifach in Bewegung ist:
1. Aufeinander zu
2. Durcheinander sich vermischend und Grenzen abbauend (sehr viele kennen und verstehen die Grenzen sowieso nicht!)
3. Immer noch abgrenzend

Letztes Jahr wurde die Magdeburger Erklärung zur gegenseitigen Taufanerkennung von 12 evangelischen Kirchen ohne die Baptisten unterschrieben. Mal sehen, was in dieser Frage noch alles passiert. Ich halte es für theologisch interessant, dass sich zum einen die Baptisten damit beschäftigen, die Aufnahme von als Kind getauften Christen in ihre Gemeinden zu vereinfachen und die EKD merkt, dass die Überzeugungskraft des Modells Kindertaufe nachlässt. Vielleicht liegt die Wahrheit auch einfach in der Mitte oder da, wo Taufe geschieht: An einem konkreten Ort in einer konkreten Gemeinschaft!?

Ein paar Zahlen zum neuen evangelischen Trend:
Taufen 2006: 189.385 Kinder, 23.692 Erwachsene Taufen gehen stärker zurück als die Bevölkerung: Taufen: - 30 %, Geburten: -27,2 %
Erwachsenentaufen sind im Osten eher angesagt, als im Westen: 8,9 % Westen, 18,9 % Osten (Zahlen von 2003).

Quellen/ Kommentare: Die EKD Nachricht, die Idea-Nachricht, Orientierungshilfe der EKD

1 Kommentar:

misstee hat gesagt…

Kerlokiste, die Baptisten...