Mittwoch, 14. Mai 2008

Israel und der Konflikt im Nahen Osten werden 60

Als Teeny war ich ein linksbewegter Jungspund, der mit Palästinensertuch auf Friedensdemos ging – klar gegen die USA und naja, zumindest nicht Israelfreundlich. Als charismatisch orientierter Theologiestudent war ich begeistert davon, dass mit der Entstehung des Staates Israel einige biblische Verheißungen wahr geworden sind und betrachtete das als Beginn der heißen Phase der Endzeit.

Heute lese ich meine Zeitung und stelle fest, dass beide Haltungen Schrott sind. Gerne hätte ich einfache Antworten auf beklemmende Probleme. Denke manchmal es wäre gut, wenn jemand einfach draufhaut und klare Verhältnisse schafft.
Aber irgendwie scheint es so zu sein, dass das Leben mich mit seiner Komplexität nicht einfach ärgern will. Sondern es verlangt von mir, dass ich es bewusst angehe und aufmerksam lebe – im Großen wie im Kleinen. Oft nervt mich diese Überkomplexität, die mir da ins Haus steht. Vereinfachungen nerven mich auch.

Also: Herzlichen Glückwunsch an das jüdische Volk! Und die Forderung, den ehemaligen Bewohnern ihres Landes auch einen eigenen Staat zu ermöglichen – und zwar einen gescheiten, den sie dann auch irgendwann feiern können – aber nicht erst in 60 Jahren.

Keine Kommentare: